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Wer ruht sich als Sportler schon gern auf Erreichtem aus? Man will seine Leistungen doch stetig verbessern; sei es schneller oder weiter oder besser beides und so wurde es für mich Zeit, endlich eine Strecke von mindestens 20 km am Stück und das natürlich zu Fuß zu bewältigen. Letzteres findet nur deshalb gelegentlich Erwähnung, da es die letzten Jahrzehnte eher grundsätzlich ausgeschlossen war, dass ich überhaupt zu Fuß unterwegs war und bis sich das herum gesprochen hat, dass sich da etwas geändert hat, dauert vermutlich etwas. So wirklich selbstverständlich wurde das für mich erst seit dem 30. Mai diesen Jahres. Eine Strecke von 16 km hatte ich in den vergangenen Wochen schon mehrfach bewältigt und das sogar mit ein paar Höhenmetern drin und so sollten jetzt 20 Kilometer auch zu schaffen sein.

Der 01. Oktober 2016 sollte der große Tag werden, an dem ich erstmals 20 Kilometer am Stück zu Fuß laufe und dabei die Talsperre Pöhl umrunde oder wie ich es nenne:

Wanderung um die Talsperre Pöhl: das ehemals versunkene Dorf Pöhl

Ganz klar war geplant, die Strecke im Bedarfsfall, sollte es nicht ganz ausreichen, bis auf 21,0975 Kilometer zu erweitern, um so die Distanz eines Halbmarathon gleich mit zu erreichen.

Frühmorgens 06:00 Uhr stellte ich mir den Wecker, wachte pünktlich kurz vor 05:00 Uhr auf und war schon mal ordentlich aufgeregt. Leider war es nicht besonders sinnvoll, früher aufzubrechen, dafür war es noch zu dunkel und Sonnenaufgang war für 07:13 Uhr angekündigt. So wartete ich einfach noch etwas, bis es langsam heller wurde und fuhr los, zum Parkplatz unmittelbar neben der Staumauer der Talsperre Pöhl.

Das Wetter für diesen Tag wurde nahezu perfekt. Frühmorgens hatte es bereits 11°C und im Laufe des Tages sollten es bis 20°C werden. Leicht bewölkt bis gelegentlich Sonnenschein und keinerlei Regen weit und breit – somit alles easy.

Garmin Oregon 750t - erste Weggabelung

Wanderung um die Talsperre Pöhl: das Garmin Oregon 750t – erste Weggabelung

Bestens vorbereitet, mit Brotzeit im Gepäck, ausreichend Wasser und für die Stärkung zwischendurch, während des Laufens ohne anhalten zu brauchen, hatte ich Proteinriegel dabei. Die Wanderkleidung passte ebenfalls perfekt zum Wetter und für die Streckennavigation hatte ich mein niegelnagelneues Garmin Oregon 750t dabei, welches erst wenige Stunden vorher, gerade noch rechtzeitig, um bei meinen ersten 20 Kilometern dabei zu sein, geliefert wurde – und so lief ich pünktlich 07:45 Uhr vom Parkplatz an der Staumauer in Pöhl los.

Es ging zügig voran und ich konnte die frische Luft, die absolute Ruhe und das Planschen der Enten in der Talsperre so richtig genießen. Es war kein Mensch weit und breit zu sehen, es war die perfekte, absolute Ruhe.

Wanderung um die Talsperre Pöhl - Sonnenaufgang

Wanderung um die Talsperre Pöhl: das ehemals versunkene Dorf Pöhl – Sonnenaufgang

So langsam ging die Sonne auf und kurz nach neun Uhr, nach reichlich einer Stunde, drückte dann doch das Wasser etwas zu sehr und ich nutzte diese Gelegenheit für eine erste kurze Pause.

Wanderung um die Talsperre Pöhl - Brotzeit

Wanderung um die Talsperre Pöhl: das ehemals versunkene Dorf Pöhl – Brotzeit

Es gab einen Proteinriegel und eine Banane als schnelle Zwischenmahlzeit.

Schließlich hatte ich bisher noch nichts gefrühstückt. Meine Ernährung passiert seit vier Wochen ausschließlich in der Zeit zwischen 09:00 Uhr am Morgen und 17:00 Uhr am Nachmittag.

Die restlichen 16 Stunden des Tages gibts für mich nichts zu essen, außer Wasser und gelegentlich Tee.

Wanderung um die Talsperre Pöhl - Aussicht zur Brotzeit

Wanderung um die Talsperre Pöhl: das ehemals versunkene Dorf Pöhl – Aussicht zur Brotzeit

Eine Stunde später, exakt 10:05 Uhr oder 09:18 km vom Startpunkt an der Staumauer entfernt, hatte ich dann die Hälfte der Strecke geschafft und war am anderen Ende der Talsperre Pöhl angelangt. Ich fühlte mich weiterhin topfit und war äußerst angenehm überrascht, wie schnell die Zeit doch vergangen war.

Wanderung um die Talsperre Pöhl - Vorsperren neben der Autobahnbrücke der A72

Wanderung um die Talsperre Pöhl: das ehemals versunkene Dorf Pöhl – Vorsperren neben der Autobahnbrücke der A72

Nach Überquerung der Vorsperren hatte ich ich die Hälfte der Strecke erreicht und freute mich, wie rasant schnell und optimal bisher alles gelaufen war. Es war ein auf jeden Fall geiles Gefühl.

Wanderung um die Talsperre Pöhl - Halbzeit der Strecke

Wanderung um die Talsperre Pöhl: das ehemals versunkene Dorf Pöhl – Halbzeit der Strecke

Nun ging es daran, auf der anderen Seite der Talsperre Pöhl, den Rückweg anzutreten. Dieser führte mich zuerst durch die Ortschaft Gansgrün und hier bemerkte ich erstmals, dass es sogar eine, als Talsperrenrundweg ausgeschilderte Strecke gibt. Diese Wanderzeichen hatte ich bis zu dieser Stelle gar nicht bemerkt. Wozu auch, schließlich hatte ich mein neues Garmin Oregon 750t dabei und wer achtet da schon auf Wegweiser an der Strecke.

Kurze Zeit später, ich kann gar nicht genau sagen, wie die Zeit verging, kam auch schon unerwartet schnell der FKK-Strand in Helmsgrün in Sichtweite. Dieser liegt schon relativ weit vorn, also in der Nähe meines Startpunktes und ich war doch überrascht, wie zügig ich die Talsperre Pöhl umrundet haben soll.

Wanderung um die Talsperre Pöhl - FKK-Strand in Helmsgrün

Wanderung um die Talsperre Pöhl: das ehemals versunkene Dorf Pöhl – FKK-Strand in Helmsgrün

Konditionell fühlte ich mich weiterhin topfit. Das Wetter war herrlich, die Ärmel meiner Jacke hatte ich hoch geschoben und die Jacke auch vorn geöffnet und der Wind war gut dabei, mich ordentlich durchzupusten. Es lief sich irgendwie von selbst. Man läuft und läuft, genießt die Strecke, die Natur und diese absolute Ruhe. Die Zeit vergeht und ohne auch nur darüber nachzudenken, dass man läuft; kommt man seinem Ziel immer näher.

Wanderung um die Talsperre Pöhl: mit dem Garmin Oregon 750t am FKK-Strand in Helmsgrün

Wanderung um die Talsperre Pöhl: das Garmin Oregon 750t – FKK-Strand in Helmsgrün

Wenn ich im Nachhinein darüber nachdenke, ist das ein seltsames, für mich ungewohntes und vollkommen neues Gefühl, dass ich bisher nicht kannte, mir aber außerordentlich gut gefällt.

Weiter geht es in Richtung Schloßhalbinsel, auf der ich, sobald ich dort eine passende Stelle gefunden habe, meine Brotzeit machen würde. Ein fataler Fehler, wie sich noch heraus stellen sollte.

Es dauerte nicht lange und ich war da; fand eine passable Bank, ließ mich darauf nieder und machte Mittag. Hierfür hatte ich mir etwas selbst gebackenes Brot, ein paar gekochte Eier und eine Salatgurke mit gebracht. Dazu gab es, wie üblich, stilles Mineralwasser. Nach ca. 30 min war meine Mahlzeit beendet, ich packte zusammen und wollte weiter laufen… Nun, es ist beim Wollte geblieben.

Plötzlich verspürte ich im rechten Kniegelenk gewaltige Schmerzen, die ein Beugen des Knie nur unter großer Anstrengung, diese auszuhalten, möglich machte. In Ruhe und selbst bei Belastung war alles OK, nur eben beim Beugen, während der Bewegung, tat das höllisch weh.

Wanderung um die Talsperre Pöhl - Ende der Tour

Wanderung um die Talsperre Pöhl: das ehemals versunkene Dorf Pöhl – Ende der Tour

Somit war auf der Schloßhalbinsel, an diesem Schild, kurz vorm Ziel, letztlich Schluss mit lustig und die letzten, noch fehlenden Meter, bis zum Parkplatz an der Staumauer wurden auf einen späteren, zweiten Anlauf verschoben. Vermutlich hätte ich mich in anderen Gegenden, unter anderen Umständen, anders entschieden und noch irgendwie und humpelnd, mit dem Risiko verbunden, die Sache womöglich noch zu verschlimmern, bis zum endgültigen Ziel durchgebissen, aber hier in heimischen Gefilden wollte ich es dann doch nicht darauf ankommen lassen.

Somit drückte ich, also sozusagen offiziellem Abschluss meiner Talsperre Pöhl-Umrundung die Speicher-Buttons des Garmin Oregon 750t und der Garmin fenix 3 und die Aufzeichnung der Route und die Wertungen der Tour waren somit abgeschlossen. Die Rundtour um die die Talsperre Pöhl: das ehemals versunkene Dorf Pöhl zu vollenden, das wurde von mir in die nahe Zukunft vertagt und wird ganz sicher sehr bald geschehen. Wenn ich könnte, wie ich wollte, wäre ich schon heute gleich wieder los gelaufen.

Mein Fazit zur zur Wanderung um die Talsperre Pöhl

Die Wanderung war für mich persönlich ein voller Erfolg. Schließlich war ich das erste Mal überhaupt um die Talsperre herum gelaufen. Das gab es bisher noch nie. Dass ich dabei vollkommen allein war, stellte gar kein Problem dar. Es war sogar eine wichtige Erfahrung, denn man ist so mit seinen Gedanken vollständig allein.

Dass das letzte Stück bis zurück zum Parkplatz fehlt (Punkt B auf der Karte bis zu Punkt A), damit kann ich gut leben, das wird beim nächsten Mal einfach mit nachgeholt. Dass es nicht ganz bis zu den 20 km gereicht hat, ebenfalls halb so wild, schließlich hatte ich mir sowieso gewünscht, dass meine Frau bei meiner ersten Halbmarathon-Distanz mit dabei ist.

Wanderung um die Talsperre Pöhl - Tourenverlauf

Wanderung um die Talsperre Pöhl: das ehemals versunkene Dorf Pöhl – Tourenverlauf

Somit ist alles perfekt, es war ein phantastisches Erlebnis und ich werde garantiert noch sehr viel wandern und zahlreiche neue Gegenden kennen lernen. Geplant sind schon eine Menge Touren – ihr dürft also gespannt bleiben, welche Berichte euch hier noch erwarten.

Meinem Knie ging es bereits im Laufe des Nachmittag deutlich besser und heute, einen Tag danach, während ich diesen Artikel schreibe, spüre ich schon keinerlei Schmerzen mehr. Somit war es wohl zum Glück nur eine Muskelüberanstrengung, die sich schnell wieder gegeben hat.

Als nächstes werde ich testen, ob es nicht besser wäre, gerade längere Touren mit Kniebandagen zu laufen, um die Gelenke zu schonen und diesen zusätzliche Stabilität zu verleihen; zumindest so lang, bis mein Gewicht noch weiter runter ist und mein Körper noch etwas mehr Zeit hatte, sich an die neue und länger andauernden Belastungen zu gewöhnen. Wir erinnern uns, es sind gerade mal vier Monate vergangen, seit ich von der Couch runter bin und zum Sportler wurde.

Als nächstes geht es Mitte Oktober wieder in die Bayerischen Alpen, wo wieder mindestens zwei Bergwanderungen auf uns warten. Welche das sind und was wir dort erleben, ich werde darüber berichten.

Abschließend mein erster Eindruck zum Garmin Oregon 750t

Bei dieser Gelegenheit ein paar Worte zu meinem ersten Eindruck zum neuen Garmin Oregon 750t. Der Oregon hat mich zu jeder Zeit und bei jeder Gelegenheit zuverlässig und für mich auf dem Display deutlich erkennbar, geführt.

Gerade im Gelände gibt es zum Teil kaum erkennbare Pfade und somit reichlich Möglichkeiten, sich zu verlaufen und wenn es nur ein falsches Abbiegen ist.

Ein Verlaufen ist mit dem Oregon 750t nahezu ausgeschlossen, denn er zeigt stets zuverlässig die korrekte Richtung und Route an.

Auf gemütlichen, eher flachem Gelände, wohl meist keine Herausforderung, aber beispielsweise in den Bergen, da möchte ich persönlich nicht falsch abbiegen oder durch herum irren und suchen, den richtigen Weg finden und dabei auch noch unnötig Kräfte verschwenden.

Der Akku des Garmin Oregon 750t

Der Akku des Garmin Oregon 750t hält wie erwartet ausreichend lang, sofern der Energiesparmodus aktiviert wurde, denn dieser ist dafür zuständig, die Akku-Laufzeit zu optimieren bzw. zu verlängern.

Am Anfang meiner Tour hatte ich den Energiesparmodus noch deaktiviert gelassen und ich konnte fast dabei zuschauen, wie der Akku-Ladestand sich innerhalb kurzer Zeit auf bis zu 50% = zwei Balken geleert hatte.

Bei aktiviertem Energiesparmodus wird dann der Bildschirm vollständig ausgeschaltet, sobald die Beleuchtung nach der dafür voreingestellten Zeit ausgeht. Bei mir waren das während dieser Wanderung 15 Sekunden. Ich denke aber, dass ich das auf 30 Sekunden umstellen werde, denn ich musste schon öfters den Bildschirm manuell wieder anschalten, nachdem er schneller ausging als ich es gewollt habe.

Nach Aktivieren des Energiesparmodus hielt der Akku seinen Ladezustand stabil und während der weiteren Stunden blieb es bei diesen zwei Balken und die Akku-Kapazität verringerte sich nicht sichtbar weiter.

Zwar hatte ich für alle Fälle Ersatzakkus, genau so wie ein Akku-Batterie-Pack zum Laden meines iPhone mit, aber hier muss ich erst noch testen, ob diese während einer laufenden Aktivität am Garmin Oregon 750t einfach so gewechselt werden können, ohne dass eine laufende Aufzeichnung beendet würde.

Wäre dies der Fall, würde ich einfach zusätzlich zum Akku-Batterie-Pack, welches ich sowieso immer dabei dabei habe, auch noch das USB-Kabel mit dazu packen, um für den Fall der Fälle, einfach das Oregon 750t während des laufenden Betriebs, der Routen-Aufzeichnung, nachladen zu können.

Über welchen Zeitraum letztlich eine Akku-Ladung bei aktiviertem Stromsparmodus hält, wird sich in der Praxis erst noch zeigen. Aber ich gehe auf Grund meiner ersten Erfahrungen davon aus, dass diese locker einen gesamten Tag überstehen. Schließlich war ich fast 5 Stunden mit aktivierter Datenaufzeichnung unterwegs, hatte anfangs 50% der Akkuleistung durch deaktivierten Energiesparmodus unnötig verballert, diesen dann aber doch aktiviert und der Akku hielt konstant weitere Stunden mit unveränderten 50% durch.

Selbst heute, einen Tag später, zeigte der Akku das Garmin Oregon 750t noch immer zwei Balken als Ladezustand an.

Das solls zu meiner Tour: Wanderung um die Talsperre Pöhl: das ehemals versunkene Dorf Pöhl vorerst gewesen sein. Weitere Berichte und Erlebnisse werden folgen. Das ist mal sicher und ihr dürft euch schon heute darüber freuen, genau so wie ich, wenn ich diese unternehme.

About

Als ehemaliger Profi im sich nicht bewegen, brennt Frank inzwischen für Fitness, Gesundheit, sowie gesunde & vegane Ernährung. In seiner Freizeit und oft darüber hinaus, ist er am liebsten in der freien Natur unterwegs und stellt sich dort seinen stetig wachsenden, sportlichen Herausforderungen. Dabei liebt und genießt Frank die absoluter Ruhe.

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